Beratung im Bereich SD, EDI und GTS

In SD, EDI und GTS übernehme ich die fachliche Seite vollständig: Anforderung aufnehmen, Konzept schreiben, im Customizing umsetzen, testen, in Betrieb bringen und danach betreuen. Der Schnitt hat einen praktischen Grund: Vertriebsbeleg, IDoc und Außenhandelsprüfung greifen ineinander, und ein großer Teil der Fehlerbilder sitzt genau dort, wo sonst zwei Zuständigkeiten aufeinandertreffen.

SAP SD und Order-to-Cash

Der Kern ist die Auftragsabwicklung vom Angebot bis zur Buchhaltung: Verkaufsbelegarten, Positionstypen und Einteilungen, Kopiersteuerung, Preisfindung mit Kalkulationsschema und Konditionssätzen, Partner-, Text- und Nachrichtenfindung, Lieferung und Warenausgang, Faktura mit Konten- und Steuerfindung. Dazu die Prozesse, die in der Praxis den Aufwand machen:

  • Lieferpläne mit Lieferabruf und Feinabruf, Fortschrittszahlen, JIT- und JIS-Abrufe
  • Intercompany-Verkauf und Intercompany-Umlagerung, Streckengeschäft und Lohnbearbeitung
  • Retouren und Gutschriften bis hin zur erweiterten Retourenabwicklung
  • Verfügbarkeitsprüfung, im S/4HANA mit den erweiterten ATP-Bausteinen
  • Abrechnung: Gutschriftsverfahren (Self-Billing) und Konditionskontrakte im Settlement Management

Das geht auch als feste Rolle im Haus: ein bis drei Tage pro Woche über mehrere Monate, mit Tickets aus dem Fachbereich, Änderungen am Customizing der Abruf- und Avis-Strecke und der Abstimmung zwischen Fachbereich, Entwicklung und Konverter-Dienstleister. Anlass ist meist eine unbesetzte Inhouse-Stelle oder ein Transformationsprojekt, das das eigene Team bindet. Bei Zulieferern ist EDI Dauerbetrieb, und ich arbeite an Strecken mit sechsstelligen IDoc-Mengen pro Jahr: Was bei tausend Belegen im Monat trägt, fällt dort an anderer Stelle um — bei Selektionen ohne passenden Index, bei Nachverarbeitungsjobs ohne Sperrkonzept.

EDI: Customizing und Konverter zusammen beurteilt

Auf der EDI-Seite arbeite ich am ganzen Weg: Partnervereinbarung, Vorgangscode, Nachrichtensteuerung, Segment- und Feldbelegung, dazu die Vorgabe an den Konverter. In der Mapping-Pflege arbeite ich mit, wo der Zugang das hergibt; sonst schreibe ich die Vorgabe so, dass sie ohne Rückfrage umsetzbar ist. Beurteilt wird immer beides zusammen.

  • Onboarding eines neuen Kunden oder OEM, von der Guideline bis zum ersten produktiven Beleg. Aus der Guideline wird eine Partnervereinbarung in WE20; der eingehende Lieferabruf läuft unter DELINS auf den Basistypen DELFOR01 und DELFOR02 über den Vorgangscode DELI. Abgeschlossen ist das Paket mit dem ersten Abruf im Lieferplan und dem ersten vom Partner quittierten Avis.
  • Health-Check des Bestands, wenige Tage, rein lesend: Partnerprofile, Nachrichtensteuerung, Fehlerbestand, tatsächlich verkehrende Nachrichtenarten. Am meisten findet der Abgleich zwischen den konfigurierten Profilen und den Partnern, die im letzten Jahr wirklich Verkehr hatten: Ein erheblicher Teil ist Karteileiche und wandert bei jeder Migration mit.
  • Störungsfall und Zweitmeinung, tageweise und kurzfristig: eingrenzen, ob ein Fehler im Mapping, in der Findung, im Customizing oder im Stammdatum sitzt. Vier Orte, vier Korrekturen, vier Zuständige.
  • Monitoring, das nicht auf IDoc-Status allein aufsetzt, sondern auf Nachrichtenart, Partner, Meldung und Schwellwert — mit eigener Empfängerliste je Regel.

Ausgewertet wird dabei nach Meldung, nicht nach IDoc-Status. Die Lieferplanfindung läuft über den Index VLPKM mit Kundenmaterial, Auftraggeber, Kundenwerk, Abladestelle und Abrufverwendung: V4 034 heißt kein Treffer, V4 035 mehrere Treffer — derselbe Fehlerstatus, entgegengesetzte Korrekturen. V4 032 und V4 033 zeigen fehlendes Customizing in T661W und T663A, V4 073 bis 075 protokollieren die Findungswerte, mit denen sich ein 035 auflösen lässt.

GTS: drei Blöcke mit eigener Datenbasis

Hinter dem Kurzwort GTS stecken drei Prozesse mit sehr unterschiedlichem Aufwand. Wer sie in eine Welle packt, bindet die schnellen an den langsamsten.

  • Sanktionslistenprüfung. Geschäftspartner und Belege gegen die geführten Listen prüfen, mit Sperr- und Freigabeweg. Der Aufwand nach dem Go-Live sind die Treffer, die keine sind.
  • Legal Control und Embargo. Ausfuhrkontrolle über die Güterklassifizierung, Genehmigungen und deren Abschreibung, Länderembargos, US-Reexport. Hängt fast vollständig an Stammdaten, die in den Werken entstehen.
  • Präferenz und Zoll. Lieferantenerklärungen anfordern, überwachen und auswerten, Präferenzkalkulation, Ursprungsbestimmung je Abkommen, Ausstellung der Nachweise. Der aufwendigste Block, und der einzige, der eine vollständige Stücklistenkette braucht.

GTS ist ein eigenes System oder ein eigener Mandant, die operativen Systeme sind Feeder. Damit ist der Systemschnitt oft wichtiger als das Customizing: Geschäftspartner, Produkte und Stücklisten müssen ins GTS überführt werden — zuerst über die Initialübertragung im Vorsystem, danach laufend über Änderungszeiger. Für die Präferenz kommen die Einkaufs- und Fakturabelege als Replikate dazu.

Beim Umstieg auf S/4HANA fällt auseinander, was gern zusammengeworfen wird: Intrastat, Legal Control und die Klassifizierung mit Warentarifnummern bringt der S/4-Kern mit; die Präferenz liegt dort vollständig in der GTS-Auslieferungseinheit. Die klassischen SD-Außenhandelsobjekte sind technisch weiter vorhanden, Zielarchitektur sind sie nicht mehr. Was dabei im Einzelnen zu entscheiden ist, steht unter GTS-Template.

Laufende Betreuung statt Projekteinsatz (AMS)

Nicht jede Aufgabe ist ein Projekt. Vieles ist Regelbetrieb: Incidents im zweiten und dritten Level, Change Requests, Monitoring der Schnittstellen, Regressionstests. Dafür biete ich laufende Betreuung mit einem festen Tageskontingent pro Monat an, mit benanntem Ansprechpartner. Das bin ich.

Für Entwicklung und Mengenarbeit greife ich auf ein Partnernetz zurück, darunter Entwicklungsressourcen in Indien. Das erweitert die Kapazität für ABAP, Tests und Massenpflege, ohne dass der Ansprechpartner wechselt: Die fachliche Steuerung der Entwickler mache ich selbst, Vertragspartner bleibe ich.

Rufbereitschaft rund um die Uhr bilde ich nicht ab. Betreuung zur Geschäftszeit, mit verabredeter Erreichbarkeit, ja.


Beschreiben Sie in ein paar Sätzen, was ansteht: welches Release, welche Prozesse, welche Partner, und ob es um einen Aufbau, eine Störung oder eine Entscheidung geht. Im ersten Gespräch sage ich, ob ich der Richtige bin und in welchem Zuschnitt. Direkt per E-Mail oder über die Seite Kontakt.