Wo ein größeres Haus die bessere Wahl ist

Ich bin ein Einzelner mit Partnernetz. Für ABAP-Entwicklung und Basis-Themen hole ich Partner dazu; Vertragspartner und Ansprechpartner bleibe ich. Für einige Aufgaben ist das nicht die richtige Form, und ich sage das lieber vorher als im dritten Projektmonat.

Diese Seite steht hier, weil die Absage im ersten Gesprüch eine halbe Stunde kostet und dieselbe Absage mitten in einer Rollout-Welle einen Wechsel. Wer weiß, wo mein Zuschnitt endet, kann den Rest sauber daneben stellen — ein größeres Haus, den eigenen Inhouse-Bereich oder einen zweiten externen Partner.

Fünf Aufgaben, für die ein größeres Haus die bessere Wahl ist

  • Programmleitung über mehrere parallele Teilprojekte mit eigenem PMO, Steuerungsgremien und Statusberichtswesen für den Konzernvorstand. Das ist eine eigene Disziplin mit eigenem Apparat. Ich liefere in solche Programme hinein und arbeite den Gremien zu, aber ich führe sie nicht.
  • Vollständige Greenfield-Einführung über alle Module mit FI/CO-Kern. Mein Beitrag darin ist der SD- und EDI-Teil mit der angrenzenden Logistik — Abrufstrecke, Lieferavis, Abrechnung und Gutschriftsverfahren. Den Kern und die übrigen Module bringt jemand anderes mit.
  • Application Management mit Rufbereitschaft rund um die Uhr und vertraglich zugesagten Reaktionszeiten außerhalb der Geschäftszeit. Ein Einzelner bildet keine Schicht ab. Kurzfristige Hilfe im Störungsfall — tageweise, zur Geschäftszeit — mache ich; eine zugesagte Reaktionszeit um drei Uhr nachts kann ich nicht unterschreiben.
  • Basis- und HANA-Betrieb, Systemkopien, Upgrade-Durchführung, Berechtigungs-Redesign im großen Stil. Wo ein Basis-Thema eine Fachfrage flankiert, hole ich einen Partner dazu. Die Betriebsverantwortung selbst gehört in andere Hände.
  • Schulungsrollout über mehrere Standorte mit vielen parallelen Gruppen. Das ist vor allem eine Frage der Anzahl von Trainern. Key-User-Schulung und Beraterdokumentation zu meinen Themen mache ich dagegen selbst und gern: zur Präferenzabwicklung im GTS etwa habe ich eine Beraterdokumentation geschrieben, von der Rechtsvorschrift über die Aktivierung am Abkommen bis zu den Nummernkreisen, die man beim ersten Lauf vergisst.

Wenn ein größeres Haus das Programm fährt

Fährt ein größeres Haus das Programm, arbeite ich dort als Nachunternehmer im SD- und EDI-Teil mit, nach der Projektmethodik und dem Transportwesen des Hauses.

Das ist ausdrücklich kein Sonderweg. Ich baue keine zweite Struktur neben der bestehenden auf, sondern arbeite in den Werkzeugen, Vorlagen und Freigabewegen, die im Programm ohnehin gelten — einschließlich Transportwesen, Testvorgehen und Statusformat. Was ich mitbringe, ist die Tiefe in der Abrufstrecke und die Tatsache, dass SAP-Customizing und EDI-Seite bei mir in einer Hand liegen. Genau an dieser Grenze wandern Abruf- und Avis-Fehler sonst zwischen zwei Zuständigkeiten hin und her.

Kurz gegenübergestellt

Dafür bin ich der RichtigeDafür ein größeres Haus
SD- und EDI-Teil der Abrufstrecke, als Interim-Inhouse oder in einer Rollout-WelleProgrammleitung mit PMO über mehrere parallele Teilprojekte
EDI-Onboarding eines neuen Kunden oder OEM als abgegrenztes PaketGreenfield-Einführung über alle Module mit FI/CO-Kern
Health-Check, Störungsfall und Zweitmeinung zur GeschäftszeitApplication Management mit Rufbereitschaft rund um die Uhr
Fachliche Bewertung, Entscheidungsvorlage, Proof of ConceptBasis- und HANA-Betrieb, Systemkopien, Upgrade-Durchführung
Key-User-Schulung und Beraterdokumentation zu meinen ThemenSchulungsrollout über mehrere Standorte mit vielen Gruppen

Nächster Schritt

Wenn Sie unsicher sind, auf welche Seite dieser Tabelle Ihr Vorhaben fällt: beschreiben Sie es in ein paar Sätzen — welcher Kunde oder OEM, welche Nachrichten, welches Release, und ob es um einen Aufbau, eine Störung oder eine Entscheidung geht. Im ersten Gespräch sage ich, ob ich der Richtige bin und in welchem Zuschnitt. Wenn nicht, sage ich auch das.