Ich übernehme die Inhouse-Rolle für SAP SD und EDI auf Zeit: ein bis drei feste Tage pro Woche, über mehrere Monate. Mein Schwerpunkt ist dabei die Strecke, über die ein Automobilzulieferer seine Kunden beliefert und abrechnet — Lieferabruf und Feinabruf in den Lieferplan, JIT-Abrufe, Fortschrittszahlen, Verpackung mit NVE, Lieferavis, Rechnung und Gutschriftsverfahren.
Wann diese Einsatzform passt
Zwei Ausgangslagen führen regelmäßig zu dieser Form. Die erste ist eine Vakanz: Die Inhouse-Stelle für SD und EDI ist unbesetzt, die Abrufe laufen aber weiter, und der Fachbereich braucht jemanden, der Tickets annimmt und entscheidet. Die zweite ist ein Transformationsprojekt, das das eigene Team bindet — der Betrieb muss trotzdem laufen, und genau dafür fehlt dann die Kapazität.
In beiden Fällen geht es nicht um ein abgegrenztes Projektergebnis, sondern um eine besetzte Rolle mit festem Rhythmus. Wer stattdessen ein klar umrissenes Paket sucht — ein neues EDI-Onboarding, einen lesenden Health-Check oder eine Entscheidungsvorlage —, ist mit einer der anderen Einsatzformen besser bedient.
Umfang und Rahmen
| Rhythmus | ein bis drei feste Tage pro Woche |
| Dauer | mehrere Monate |
| Rolle | Inhouse-Rolle für SD und EDI in einer Hand |
| Arbeitsort | überwiegend remote, Präsenz im Raum Stuttgart |
| Systeme | ECC 6.0 und S/4HANA |
| Vertrag | Einzelberater mit Partnernetz; Vertrags- und Ansprechpartner bleibe ich |
Was ich in der Rolle übernehme
- Laufende Tickets aus dem Fachbereich — ein Abruf verbucht nicht, ein Avis wird abgelehnt, eine Abrechnung läuft auf Differenzen.
- Änderungen am Customizing der Abruf- und Avis-Strecke, einschließlich Partnervereinbarung, Vorgangscode und Nachrichtensteuerung.
- Abstimmung mit Fachbereich, Entwicklung und Konverter-Dienstleister — also mit allen drei Stellen, zwischen denen ein Abruffehler sonst hin und her wandert.
- Mappings mit dem Konverter anlegen und Mappingfehler eingrenzen: welches EDIFACT-Segment auf welches IDoc-Segment geht und welche Qualifier der Partner tatsächlich sendet — nicht nur, welche er laut Guideline senden dürfte.
- Begleitung der Go-Live-Wochen, wenn ein neuer Kunde, ein neues Werk oder eine neue Nachrichtenart scharf geht.
SD-Customizing und EDI in einer Hand
Der eigentliche Wert dieser Rolle liegt darin, dass SAP-Seite und EDI-Seite nicht getrennt betrachtet werden. Partnervereinbarung, Vorgangscode, Nachrichtensteuerung und Mapping beurteile ich zusammen.
Viele Abruf- und Avis-Fehler sitzen genau auf der Grenze zwischen Customizing und Mapping. Sie wandern zwischen zwei Zuständigkeiten hin und her, bis jemand beide Seiten gleichzeitig aufmacht. Diese Unterscheidung ist der eigentliche Zeitfresser, wenn zwei Häuser sie über Tickets aushandeln.
Ein Beispiel für den Unterschied, den eine saubere Eingrenzung macht: Fehlende Lieferrelevanz und fehlende Bedarfsübergabe sind zwei getrennte Kennzeichen im Einteilungstyp (VOV6, Tabelle TVEP). Fehlt die Lieferrelevanz, verschwindet die Einteilung aus der Lieferfälligkeitsliste; fehlt die Bedarfsübergabe, entsteht kein Bedarfssatz in der Disposition. Zwei verschiedene Symptome, zwei verschiedene Korrekturen — und keines davon ein Mappingfehler.
Betrieb mit großen Mengen
Bei Zulieferern ist EDI Dauerbetrieb, und ich arbeite an Strecken mit sechsstelligen IDoc-Mengen pro Jahr. Was bei tausend Belegen im Monat trägt, fällt dort an anderer Stelle um: bei Selektionen ohne passenden Index, bei Auswertungen ohne Delta-Logik, bei Nachverarbeitungsjobs ohne Sperrkonzept. In einer Interim-Rolle sehe ich diese Stellen über Wochen im laufenden Betrieb statt nur im Testfall — das ist der Vorteil gegenüber einem punktuellen Einsatz.
Wo diese Form nicht passt
Ich bin ein Einzelner mit Partnernetz. Für ABAP-Entwicklung und Basis-Themen hole ich Partner dazu; Vertragspartner und Ansprechpartner bleibe ich. Für einige Aufgaben ist die Interim-Rolle trotzdem nicht die richtige Form, und ich sage das lieber vorher als im dritten Projektmonat:
- Application Management mit Rufbereitschaft rund um die Uhr und vertraglich zugesagten Reaktionszeiten außerhalb der Geschäftszeit.
- Programmleitung über mehrere parallele Teilprojekte mit eigenem PMO und Statusberichtswesen für den Konzernvorstand.
- Basis- und HANA-Betrieb, Systemkopien, Upgrade-Durchführung, Berechtigungs-Redesign im großen Stil.
Fährt ein größeres Haus das Programm, arbeite ich dort als Nachunternehmer im SD- und EDI-Teil mit, nach der Projektmethodik und dem Transportwesen des Hauses.
Nächster Schritt
Am schnellsten kommen wir voran, wenn Sie in ein paar Sätzen beschreiben, was ansteht: welcher Kunde oder OEM, welche Nachrichten, welches Release — und ab wann und in welchem Umfang die Rolle besetzt sein soll. Im ersten Gespräch sage ich, ob ich der Richtige bin und in welchem Zuschnitt. Ein Profil mit Projektübersicht schicke ich auf Anfrage.